ÄOLISCHE INSELN
Der Archipel der äolischen Inseln ist aus sieben vulkanischen Inseln zusammen gesetzt, auf denen heute nur noch zwei der neun vorhandenen Vulkane aktiv sind. Die Inseln sind somit einen beliebtes Ziel für Abenteuerreisen zum Erkunden der Natur, der unzähligen Strände, Buchten, Grotten, Einbuchtungen und der reichhaltigen Unterwasserwelt.
Die Häfen
Außer auf Lipari (die Hauptinsel und einziger Zufluchtsort bei schlechtem Wetter) und Salina gibt es auf den €olischen Inseln keine Häfen. Sie müssen sich mit einigen wenigen Anlegestellen begnügen, die von den Fähren benutzt werden und können bei gutem Wetter in der Reede vor Anker gehen.
An der nahe gelegenen Küste Siziliens liegt zwischen dem Kap Milazzo und Kap Orlando die Marina von Portorosa, die einzige der Gegend. Dieser Hafen ist der größte Siziliens und hat 640 Bootsliegeplätze zur Verfügung, von denen ungefähr hundert für Durchreisende reserviert sind.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel. 0039 0941-874560
Wasser: Ja
Elektrizität: Ja
Treibstoff: Ja
Wartung und Reperaturen:
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Vulcano |
Salina |
Stromboli |
Alicudi |
Lipari |
Panarea |
Filicudi |
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 VULCANO
Die Insel "Vulcano" ist in drei Teile eingeteilt: "Vulcano Piano" (auf 400 Metern Höhe ist sie für ihren Ginster bekannt), "Vulcano Porto", das Stadtzentrum, und "Vulcanello", der im Jahre 183 n. Chr. aus dem Wasser aufstieg und aus drei Kratern besteht. Sie bilden heute eine Landenge, die "Vulcanello" mit der Insel verbindet.
Die Insel "Vulcano" ist wegen ihres noch aktiven Vulkans besonders sehenswert. Sie können bei entsprechenden Wetterbedingungen im Hafen "Porto di Levante" mit einem Tiefgang von 3 bis 8 Metern antäuen. Es fehlt allerdings jedweder Service und Plätze am Kai sind rar. Als Alternative können Sie in der nördlich vom Hafen gelegenen Bucht vor Anker gehen. Sie müssen hier allerdings bei der Einfahrt auf die auftauchenden Felsen acht geben.
Sehenswert ist ebenso die Grotte "Grotta del Cavallo" bei "Vulcano Gelso", die Grotten "Dell'Allume" und das Gebiet der Bucht "Baia di Levante", in der man interessante Fumarolen beobachten kann, die thermale Unterwasserquellen und natürlichen Schlamm mit bekanner therapeutischer Wirkung bilden.
Die Sportlichen unter Ihnen können bis zur …ffnung des Kraters "Gran Cratere" emporklettern, die sich in 400 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Man braucht ungefähr eine Stunde zu Fuß vom "Porto di Levante".
Für Tauchfreunde gibt es auf der Nord-West-Küste am Kap Grosso eine mit Löchern bedeckte Wand, die zahlreiche Fischhöhlen, orangenfarbene Korallenriffe, Schwämme und ein kunterbuntes Potpourri an Unterwasserpflanzen beherbergt.
Nützliche Informationen:
Wasser: Nein
Treibstoff: Nein
Elektrizität: Nein
Verpflegungsläden vorhanden
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 LIPARI
Lipari ist die größte der Inseln mit den meisten Bewohnern.
Ihr Vulkan, der "Monte Pilatoche" ist nach der Meinung einiger Forscher noch aktiv, obwohl die letzten Ausbrüche 1500 Jahre zurückliegen, und ist komplett mit Bimsstein bedeckt, der von den Einwohnern bearbeitet und in die ganze Welt exportiert wird.
Auf der Insel Lipari - unter den €olischen Inseln der einzige Zufluchtspunkt bei schlechtem Wetter - können Sie am Touristen-Kai von "Sottomonastero" anlegen, der vor allen Winden außer den Ostwinden geschützt ist. Der Tiefgang reicht von 5 bis 10 Metern, und 50 Boote mit unbegrenzter Länge finden hier Platz. Yachten unter 24 Metern können am Landkai anlegen und dort beim Wassermann Wasser auftanken oder direkt an der Nordseite der Mole bei den Fähren vertäuen.
Die Mole von Pignataro hat Tiefen von 2 bis 5 Metern und 40 Bootsliegeplätze. Der Kai am Ufer ist für kleinere Yachten reserviert und besitzt feste Anlegestellen sowie Wasser und Elektrizitätskolonnen.
Lipari bietet vom Meer aus ein spektakuläres Panorama aufgrund seiner tiefen Grotten, hohen Küsten und Felsspitzen, Buchten und Strände. So beispielsweise der wunderschöne "Weiße Strand" ("Spiaggia Bianca") und die eindrucksvolle "Praia di Vinci". Weiter im Norden treffen Sie an der Ostküste auf die Bimssteinhöhle Porticellos, ein Berg aus weißem, ins Meer tauchenden Bimssteins, der diesen Ort zu einem der beeindruckensten Ankerplätze der €olischen Inseln macht.
Freunde des Tauchsports sollten unbedingt die Unterwasserwelt an der "Punta Castagna" ergründen, die reich an weißem, geflecktem Sand aus Bimsstein und Gorgonienkolonien ist. Auch die Sandbank "Secca del Bagno" finden Sie dank der Unterwasserklippen in 30 Metern Tiefe zahlreiche Fische und Gorgonien.
Ebenso empfehlenswert ist eine Inseltour auf dem Landwege, bei der Sie vom "Belvedere di Quattrocchi" die Aussicht auf die malerischen Felsenklippen und die Vulkaninsel am Horizont genießen können.
Auch das Schloss von Lipari, eine spanische Festung aus dem 16. Jarhhundert, und das Archäologische Museum der €olischen Inseln sind äußerst sehenswert.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: 0039 090-9811320/9813222
Zum Vertäuen in "Sottomonastero" können Sie auch Salvatore Lo Presti anrufen: Tel. 0039 360402978
Zum Treibstoff- und Wasserauftanken müssen Sie zu den Landebrücken der "Marina Lunga" fahren.
Proviant: Supermarkt "D'Anieri Bartolo" in der "Via Vittorio Emanuele". Der Proviant wird Ihnen direkt an den Kai geliefert.
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 SALINA
Nördlich von Lipari, in nur ein paar Meilen Entfernung, liegt die Insel "Salina", die wegen ihrem reichen Süßwasservorkommen die grünste der €olischen Inseln ist.
Die Insel besitzt drei Anlegestellen: Rinella (malerischer Fischerort), Malfa und Santa Marina Salina, Hauptanlegepunkt der Insel. Santa Marina Salina ist vor Westwinden geschützt, hat einen Tiefgang von 3 bis 4,6 Metern und kann bis zu 10 Boote aufnehmen.
Sie können hier auch Treibstoff auftanken und Proviant besorgen. Zudem wird südlich des Hafens gerade ein 1 bis 7 Meter tiefes Hafenbecken für Touristen fertig gestellt.
Die natürliche Einbuchtung "Rinella" an der Südküste wurde in einen Hafen verwandelt. Er ist Südwinden ausgesetzt und kann nur bei Abwesenheit der Fähren zum Anlegen benutzt werden.
Der Hafen "Malfa", auch "Scario Galera" genannt, ist nur Booten mit geringem Tiefgang zugänglich.
Beim Umsegeln der Insel werden Sie von den Szenarien der hohen Küsten, der Strände, der kleinen Dörfern mit weißen Häusern und ihren säulenreichen Weinlauben beeindruckt sein. Sie müssen unbedingt bei Punta Perciatu und Pollara halt machen. Pollara ist ein natürliches Amphitheater, das sich auf einem Felsvorsprung über dem Meer befindet und eines der letzten †berbleibsel des größten Kraters der €olischen Inseln.
In Pollara hat Massimo Troisi 1994 seinen Film "Der Postmann" ("Il Postino") gedreht. Die Aufnahmen wurden im Haus des Malers Pippo Cafarella durchgeführt, das im Film die Bleibe Philippe Noirets in der Rolle des chilenischen Poeten darstellt. Allerdings ist das Haus trotz des großen Andrangs an filmbegeisterten und Ruhe suchenden Touristen nicht zur Besichtigung freigegeben. Es gibt jedoch die Möglichkeit das Haus zu mieten. Interessierte können sich direkt an die Telefonnummer 0039 090 9844135 wenden.
Für Tauchfreunde gibt es auf der Nord-West-Küste am Kap Grosso eine mit Löchern bedeckte Wand, die zahlreiche Fischhöhlen, orangenfarbene Korallenriffe, Schwämme und ein kunterbuntes Potpourri an Unterwasserpflanzen beherbergt.
Dort finden Sie ebenso eine Unterwassergrotte, die angenehm durch eine seitliche Felsspalte beleuchtet wird.
Die Insel Salina ist für ihre Kapernanpflanzungen bekannt und die Weinreben von Malvasia. Daher können Sie hier zahlreiche landwirtschaftliche Produkte wie z.B. Soßen, Pasten, Marmeladen aus Feigen, Kürbissen, Früchten des Erdbeerbaums ("corbezzoli") und in Olivenöl eingelegte Produkte.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel
Wasser: Ja
Treibstoff: Ja
Elektrizität: Ja
Proviantläden sind vorhanden.
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 PANAREA
Panarea ist die kleinste aber auch älteste der €olischen Inseln. Sie ist die erste, die aufgrund eines enormen Vulkanausbruchs aus dem Wasser auftauchte.
Die Insel hat felsige Steilküsten und zieht vor allem einen elitären Tourismus an. Bekannte Persönlichkeiten wie Agnelli, Bulgari, Ruspoli haben hier auf der Suche nach Ruhe und Entspannung ihre Ferienvillen bauen lassen.
Panarea ist in drei Gebiete eingeteilt: San Pietro (mit dem heimischen Hafen), Ditella und Drauto, die im Sommer zu berühmten Ferienorten werden.
Sie können nur vor der Ortschaft S. Pietro vor Anker gehen, soweit Sie sich in mehr als 150 Metern Entfernung von der zementierten Molenspitze befinden. Die 100 Meter lange Mole ist mit dem Beiboot erreichbar.
Auf jeden Fall sollten Sie auch in der Reede von Cala Junco, einem natürlichen Hafen im Südwesten der Insel, Halt machen. Hier wurden die ältesten archäologischen Fundstücke der Inselgruppe ausgegraben: ein gesamtes Hüttendorf auf dem Jahre 1500 v.Chr.
Die Umsegelung der Insel bietet Ihnen spektakuläre Aussichten wie z.B. die riesengroßen abgerundeten, prismaförmigen Gesteinsbrocken oder die Klippen mit ihren spitzen Felsen. Auch die nahen Inseln "Lisca Bianca", "Lisca Nera" und "Dattilo" mit einer charakteristischen Pyramidenform sind sehenswert.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei. Tel
Wasser
Treibstoff
Elektrizität
Proviant
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 STROMBOLI
Stromboli ist die nördlichste der Inseln und mit ihrem noch heute aktiven Vulkan wohl die eindrucksvollste unter ihnen.
Sie wird auch "Leuchtturm des Mittelmeeres" genannt, da der Krater glühende Gesteinsbrocken ausspeit, die man auch nachts von weitem erkennen kann.
Vor der Insel ist die Verankerung wegen der großen Meerestiefen äußerst unsicher. Man sollte im Schichtwechsel von Bord gehen, um ein Abtreiben des Bootes zu vermeiden. Sie können vor San Vincenzo und Ficogrande den Anker werfen. Die beiden Orte bilden eine große Ansiedlung um die seichte und sandige "Punta Lena". Sie befindet sich an der äußersten Spitze Nord-West-Küste der Insel und hat einen Tiefgang von 15 bis 20 Metern.
Sobald Sie das Land erreicht haben, können Sie auch nachts den Vulkan erklimmen, um den Stromboli-typischen rhythmischen Schlackenauswurf aus der Nähe zu betrachten.
Aus den drei Ausbruchsöffnungen werden aus einer Höhe von 926 Metern glühende Massen und entflammte Lapilli ausgestoßen, die die Nacht erhellen und über die "Sciara del fuoco" ins Meer rollen. Die "Sciara del Fuoco" ist ein breites, schwarzes Becken in Rutschenform, in dem sich zwischen zwei Felsenwänden der Gesteinsschutt und die Lavafetzen der Vulkanausbrüche sammeln. Besonders eindrucksvoll ist das Spektakel der "Sciara" in der Nacht, wo man fantastische Feuerschwälle, schimmernde Partikel und leuchtende Streifen beobachten kann, die das Meer in der Nacht erhellen.
"Pertuso" ist ein weiterer Anlegeplatz Strombolis, der sich im Dorf "Ginostra" auf der Süd-West-Seite der Insel befindet. Es gibt hier keinen Hafen, sondern lediglich eine winzige Bucht für kleine Boote, von der aus Sie das Dorf über eine Freitreppe erreichen können.
In weniger als 100 Metern Uferentfernung ist eine Anlegeboje verankert, an der Sie festmachen können. Wenn Sie bereits besetzt ist, können Sie zwischen der Boje und der Freitreppe in weniger als 10 Metern Tiefe über unregelmäßigen Felsen vor Anker gehen.
Bei der Umsegelung der Insel müssen Sie hinter dem Strand der "Sciara" und "Punta Lena" unbedingt an der kleinen Insel "Strombolicchio" Halt machen. Es handelt sich hierbei um einen riesengroßen Felsen, der aus der Ferne mit seinen übers Meer ragenden Wänden und übereinander liegenden Zinnen wie eine mittelalterliche Festung aussieht.
Die Insel ist der †berrest einer eruptiven Stranges, der vom Meer und den atmosphärischen Bedingungen ausgewaschen wurde. Sie ragt 50 Meter über das Meer hinaus. Auf der Spitze befindet sich ein Leuchtturm, der über eine Eisentreppe mit steilen, in den pferdekopfförmigen Felsen geschlagenen Stufen erreichbar ist.
Die Freunde des Tauchsportes sollten unbedingt drei interessante Stellen ausprobieren: die "Punta dell'Omo", die Ihnen eine der lebhaftesten Unterwasserwelten des Archipels bereit hält, "Strombolicchio", bei der Sie Seeanemonen, Schwämme, Korallen und zahlreiche Sternkorallenbänke sowie die "Sciara del Fuoco" finden, die Ihnen die unglaubliche Schönheit des lavabedeckten Meeresgrundes vorführt.
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 FILICUDI
Die drei bewohnten Zentren an der Süd- und Ostseite der Insel heißen "Filicudi Porto", "Pecorini a Mare" an der Küste und "Val di Chiesa" im Landesinneren. Die Insel bietet ebenso eines der letzten unverfälschten Beispiele der echten €olischen Architektur: Die Häuser und alten Bauten sind weder überarbeitet noch vergrößert werden. Alles ist erhalten geblieben.
Die Insel besitzt zwei Anlegestellen: "Filicudi Porto" und "Pecorini a mare", der Motorbooten und Schiffen momentan wegen begonnener Bauarbeiten nicht zugänglich ist.
Sie können bei "Filicudi Porto" anlegen, in einer breiten und schönen Einbuchtung links vom Kap Graziano gelegen. Von dort aus können Sie zu Fuß in 15 Minuten die Spitze des Kap Graziano erreichen, eine natürliche Festung mit den Resten eines prähistorischen Dorfes.
Bei der Umschiffung der Insel empfehlen wir die Besichtigung der Grotte des "Meeresochsen" ("Bue Marino") (die von Fischern so genannt wurde, da sie früher den Mönchsrobben Unterschlupf bat). Das Meer hat hier im Laufe der Zeit einen kleinen Strand am Grunde gebildet, dessen Tiefe und Breite auch Booten den Zugang ermöglicht. Auch an der Klippe "La Canna" mit ihrem kristallklaren Wasser sollten die Tauchliebhaber Halt machen. Ebenso interessant die Inseln des "Elefanten" und "Montenassari" in der Nähe des "Glücksfelsens" ("Scoglio della Fortuna").
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 ALICUDI
Die Insel "Alicudi" hat wenige Bewohner und ist vom Massentourismus verschont geblieben. So konnte sie ihre natürliche Faszination erhalten. Die einzigen Laute, die Sie hier zu hören bekommen, sind die Brandung des Meeres und das Rauschen des Windes durch die Vegetation.
Weder Straßen noch Wege werden Sie hier finden, nur unendliche und unwegsame Freitreppen, die Sie auf dem Rücken eines Esels erklimmen können, um die 5,2 Quadratkilometer der Insel zu erkunden.
Alicudi ist die westlichste der €olischen Inseln. Ihre rauhe und isolierte Beschaffenheit bietet keine Einbuchtungen oder windgeschützte Stellen, an denen man anlegen könnte.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel. 0039 0789 21243
Treibstoff: Ja
Wasser: Ja
Elektrizität: Ja
Sanitäranlagen: Ja
Wartung und Reparaturen: Ja
Travellift: Nein
Kran: 15 t
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