EGADISCHE INSELN
Die Egaden bestehen aus den drei kleinen Inseln Favignana (die größte der drei), Levanzo und Marettimo, die sich gegenüber der Westseite Siziliens befinden.
Während sie einst nur von Thunfisch-Fischern bewohnt waren, stellen sie heute eine ideales Ferienziel für Naturliebhaber und Taucher dar.
Die Egaden besitzen eine artenreiche, unberührte Unterwasserwelt, die natürlich einige Navigationsbeschränkungen voraussetzt, die in vier Zonen aufgeteilt sind (A, B, C e D).
Wählen Sie eines der Reiseziele der Egaden aus:
Favignana |
Levanzo |
Marettimo |
 FAVIGNANA
Die Insel "Favignana", deren Name vom Südwind "Favonio" abgeleitet wurde, ist die am besten ausgestattete der drei Inseln.
Die unberührten Strände, Buchten, kristallklares Wasser und die Naturschönheiten der Insel ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Man kann hier auch die Atmosphäre eines traditionellen Fischerdorfes miterleben, in dem von April bis Juli die "Tonnara", eine Großfanganlage für Thunfisch, die aus großen Fangnetzen mit sogenannten "Todeskammern" installiert wird und die nach Ablauf der Fangmonate mit dem blutigen Spektakel der "Mattanza", der abschließenden Tötung der gefangenen Fische endet.
Die Angelliebhaber können hier an einer touristischen Treibjagd teilnehmen oder direkt mit den Fischern des Dorfes aufs Meer fahren und dort die überlieferten Fischertraditionen miterleben.
Das windreiche Gebiet der Insel eignet sich für den Segelsport. Allerdings sind die Anlegeplätze rar. Besonders im August kämpfen die Segler um die wenigen Plätze am Kai. Im Haupthafen von "Cala Principale" können nur kleine bis mittlere Boote anlegen, während die größeren Schiffe mit über 25 Metern Länge auf der äußeren Seite der Hauptmole anlegen können.
Man kann an der Ostseite der "San Leonardo"-Mole festmachen, auf der Südseite des "Marina"-Platzes und auf der externen Seite der Mole in "L"-Form. Es gibt außerdem schwimmende Landebrücken in "T"-Form, die von der C.N. Favignana betrieben werden. Hier kann mann Treibstoff und Wasser auftanken, auch wenn die Reserven im Sommer rationiert werden.
Wenn sie die um die Insel herum fahren möchten, können Sie vom Hafen "Cala Principale" starten, an dem Sie die antike "Tonnara"-Einrichtung im Gotik- und Renaissance-Stil sowie das charakteristische Jugendstilgebäude von "Florio" bewundern können. Weiter östlich kommen Sie nach ein paar Stunden in die archäologische Zone von "San Nicola", in der die Reste einer hellenischen Nekropolis zu besichtigen sind.
In der Bucht "Cala Rossa" auf der nord-östlichen Spitze der Insel sollten Sie die unglaublichen Stollengänge der antiken Tuffsteinhöhlen erkundschaften, die noch bis in jüngste Zeit dem Verladen von wertvollem Material dienten, das neben der Fischerei ein Hauptwirtschaftszweig der Insel ist.
"Cala Rossa" war vor über 2000 Jahren Schauplatz einer epischen Schlacht zwischen Römern und Karthagern. Noch heute ist der Meeresboden zwischen der Bucht und "Punta Marsala" reich an wertvollem archäologischen Material.
Wenn Sie eine ruhige Nacht auf dem Meer verbringen möchten, können Sie bei günstigen Wetterbedingungen in der kleinen Bucht von "Cala Rotonda" vor Anker gehen oder hinter dem Felsen "Scoglio Preveto".
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel. 0039 0923.92273
Wasser und Elektrizität: Ja, an der Landungsbrücke des "Circolo".
Treibstoff: Ja, auf der Nordseite der Mole in "L"-Form
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 LEVANZO
Levanzo ist drei Meilen von Favignana entfernt.
Levanzo besitzt einen einzigen bewohnten Ort und kann sich zahlreicher Malereien rühmen, die vor über 10.000 Jahren geschaffen wurden und ein archäologisches Zeugnis unschätzbaren Wertes darstellen.
Es ist beinahe unmöglich einen Liegeplatz im Hafen Levanzos zu finden, da er so klein ist, dass gerade einaml fünf bis sechs Schiffe und ein paar Fischerboote hinein passen.
An der felsigen Küste treffen Sie auf viele Grotten. Die "Grotta Genovese" kann unter der Führung des Grottenwächters besichtigt werden. Sie lässt auf das Leben vor der Trennung vom Festland schließen, da man 1949 hier prähistorische Höhlenmalereien gefunden hat. Ebenso interessant ist die "Grotta del Buco", die einst die Höhle der Mönchsrobbe war.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel. 0039 0923.92273
Wasser: Nein
Elektrizität: Nein
Treibstoff: Nein
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 MARETTIMO
In ungefähr zehn Meilen Entfernung von Favignana befindet sich Marettimo, die isolierteste der Egaden-Inseln.
Es gibt zwei Häfen auf der Insel: der "Porto Vecchio", dessen Tiefgang unter zwei Metern beträgt, und der "Porto Nuovo", der in der Sommersaison einige Liegeplätze auf schwimmenden Landebrücken bereit hält.
Marettimo ist wegen ihrer hohen Hügel oft heftigen Winden und Briesen mit oft unerwarteter Kraft ausgesetzt. Daher sollte man sich hier nur bei guten Wetterbedingungen aufhalten.
Die Westseite der Insel zieren ungefähr 400 Grotten, wo noch bis vor kurzem die Mönchsrobben lebten. Eine von ihnen ist die nördlich vom Hafen gelegene "Grotta del Cammello", die "Grotte des Kamels", die ihren Namen von einem gebuckelten Felsen erhalten hat und in südlicher Richtung an der "Punta Martino" die "Grotta Sommersa", die "Unterwassergrotte", die sich in ungefähr 30 Metern Tiefe unter dem Wasserspiegel befindet.
Das Inselinnere zeichnet sich durch sein wunderwolles Waldvorkommen aus, das dank der Waldschutzpolizei wiederhergestellt werden konnte. Im Norden können Sie zwei Routen folgen: der Nord-West-Route, die Sie zu den alten romanischen Villen aus der Kaiserzeit führt und der Route, die Sie vom Dorf aus in nördlicher Richtung zu den Stränden "Libano", "Scalo Maestro" und "Punta Troia" bringt, an denen sich die Ruinen eines spanischen Schlosses befinden, das sich aus dem Gerüst eines arabisch-normannischen Kontrollturms erhebt.
Nützliche Informationen:
Hafenmeisterei: Tel. 0039 0923.92273
Wasser: Ja
Elektrizität: Ja
Treibstoff: Nein
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